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Geschichte


Musikverein Steinen - Geschichte

Die Geschichte des Musikvereins Steinen

 

Mitten im Herzen des Wiesentals, dem Dorfe Steinen, einem aufstrebenden Marktflecken mit Industrie, fanden sich im Jahre 1877 einige musikfreudige Männer zusammen, um der Instrumentalmusik auch hier den Weg zu ebnen und zu bahnen. Alle jene Initiatoren, von den als verdienstvollste nur Altwagnermeister Friedrich Büchelin und Altküfermeister Heinrich Arzet genannt werden sollen, standen damals in den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Steinen und kleideten sich dementsprechend auch beim Spiel mit der Feuerwehruniform. Sie nannten sich deshalb schlicht und einfach "Feuerwehrmusik Steinen". Überall, trotz des guten Willens schienen sich aber unüberbrückbare Schwierigkeiten in den Weg zu stellen, besonders bei der Beschaffung der so dringend notwendigen Instrumente, dem Hauptsorgenkind. Aber auch hier ging das Allgemeininteresse dem Eigeninteresse vor und so sammelten die Feuerwehrleute unter sich und brachten ein nettes Scherflein zusammen, was wieder neuen Ansporn gab. Ebenfalls tat auch die damalige Gemeindeverwaltung das Ihre dazu und befreite die Musikanten von der Feuerschutzabgabe, womit die folgenden Jahre mit grossen Sorgen, aber auch grossen Freuden am Musikspiel ins Land, bis am 18.03.1877 im Rahmen einer Versammlung der Musikverein Steinen gegründet wurde, dessen Vorstandschaft hier noch einmal erwähnt werden soll:

  • Vorstand: Willibald Schmidt
  • Kassier: August Böhler
  • Vereinsdiener: Ernst Sutter
  • Dirigent: Hermann Baral

 

Bezeichnenderweise zeigte sich nunmehr ein viel grösseres Interesse für die Musik als bisher, da insbesondere auch regelmässige Proben abgehalten wurden und bald war der Verein zu einer stattlichen Größe herangewachsen. So trat dann der Verein im Jahre 1909 zum ersten, grossen auswärtigen Musikfest in Wehr auf, wo sich die Musiker unter der tüchtigen Leitung von Dirigent Lilie den 1. Preis holten. 

Aber nur wenige Jahre dauerte dieses neugeborene sich stets entwickelnde Vereinsleben an, bis im August 1914 die drohenden Kriegswolken über der Heimat standen und viele Musiker einberufen wurden. 5 Kameraden durften damals nicht heimkehren.

Der Musikbetrieb ruhte dann bis zum Jahre 1919/20, wo dann der seit 1911 den Musikern vorstehende Dirigent Albert Söhnlein das Vereinsschiff in die Hand nahm und den Verein von neuem wieder aufbaute. Gerade sein Verdienst war es, daß der Musikverein in den Folgejahren zu neuer Blüte kam, was sich dann beim Musikwerbetag am 01.06.1924 zeigte, wo sich viele auswärtige Musikvereine hier eingefunden hatten.

 

Bild des Musikvereins

 

Im Jahre 1939 riss dann das Weltenschicksal den Verein zum 2. Male auseinander. Während der schweren Kriegsjahre trat der Verein, infolge der sich immer verstärkenden Einberufungen der aktiven Musiker, unter der Leitung des nimmermüden, aktiven Musikers Fritz Merz, an die Öffentlichkeit. Ihm gebührt der Verdienst, dass während dieser Zeit und besonders in den Nachkriegsjahren, das Vereinsvermögen überhaupt erhalten blieb. Er war ein treuer Hüter. 12 liebe Kameraden blieben auf dem Felde der Ehre, es war ihnen nicht vergönnt, wieder zu uns zurückzukehren.

Bis 1941, stand der Dirigent Albert Söhnlein den Musikern vor und kämpfte unermüdlich zum Wohle des Vereins. Manches Fest bot in den kommenden Jahren Gelegenheit, das Können unter Beweis zu stellen. Immer war der Verein da, wo immer man ihn rief und er half mit, das kulturelle Leben in unserem Dorfe zu entwickeln in herzlichem Einvernehmen mit den übrigen Ortsvereinen

Musikverein 1910

 

Trotz der schwere der Zeit und den spürbaren Folgen des verlorenen Krieges sammelte sich aber doch bald wieder eine kleine Schar von Musikern und bereits am 18.08.1946 wurde der Verein in der 1. Generalversammlung wieder zum Leben gerufen. In der Folge wurden auch wieder wie früher die regelmässigen, wöchentlichen Musikproben im Vereinslokal zur Krone durchgeführt, welche erfreulicherweise guten Zuspruch fanden. Langsam aber stetig entwickelte sich der Verein und tat das Seine, unserem Ort im Hinblick auf kulturelle Veranstaltungen neues Ansehen zu verleihen.

Als grösster Erfolg des Wiederaufbaues des Vereinslebens darf die vor kurzem erfolgte Neuanschaffung einer schmucken Uniform angesehen werden. Für die freudige Unterstützung durch Gemeindeverwaltung und Einwohnerschaft von Steinen darf an dieser Stelle zur Überlieferung an spätere Generationen herzlich Dank gesagt werden.

Ehrenmitglieder des Musikvereins Steinen:

  • Jakob Grether
  • Otto Schwald

 

Die Mitgliederzahl des Vereins hat ebenfalls zugenommen und betrug: 2 Ehrenmitglieder, 26 aktive Mitglieder und 3 Zöglinge, sowie 105 passive Mitglieder.

So hat nunmehr der Verein die ehrenvolle Aufgabe erhalten, das 2. Verbandsmusikfest des Alemannischen Musikverbandes in Verbindung mit dem 75-jährigen Vereinsjubiläums auszurichten und abzuhalten und hat sich gerüstet, um alles zum Besten durchzuführen mit dem Bewusstsein, damit einen neuen Markstein in der Geschichte der deutschen Musik, des alemannischen Musikverbandes und des Jubelvereins zu setzen, der alle musikliebenden Menschen aus Nah und Fern vereint und gemeinsam einer besseren und glücklicheren Zukunft entgegenführt.

Text von O.ST | Datum unbekannt

Musikverein 1952

 

Unsere ehemaligen Uniformen haben eine neue Bestimmung gefunden

Die Uniformen gingen nach Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau. Dort werden sie künftig von der Musikgruppe einer christlichen Gemeinde getragen und finden so eine sinnvolle Methode.

 

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Im Januar 2012 sind folgende Bilder und ein Dankesbrief bei uns angekommen

 

Alte Uniform

 

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Seit 2011 sehen Sie uns im neuen Gewand

 

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